Die Gartensaison beginnt, welche Freude! Doch im Garten lauert eine Gefahr, die vielen nicht bewusst ist: Die Sporen des resistenten Bakteriums, das zu Wundstarrkrampf führen kann, leben auch in der Gartenerde. Tetanus bei der Gartenarbeit ist ein unterschätztes Risiko, dass jedoch leicht minimiert werden kann. Wie Sie sich schützen können, darum soll es heute gehen.

 

Nicht nur durch Unachtsamkeit kann man sich im Garten allerlei Verletzungen holen.

Nicht nur durch Unachtsamkeit kann man sich im Garten allerlei Verletzungen holen (Foto: gastas / 123RF).

Tetanus bei der Gartenarbeit: Die unterschätzte Gefahr

Schnell hat man sich im Garten verletzt, dafür muss man nicht auf ein Gartengerät treten. Ein kleiner Kratzer von den Rosen oder Brombeeren, ein winziger Schnitt in die Haut anstatt ins Holz: Schon ist es geschehen. Die Hautbarriere ist verletzt und kleinste Erreger können somit leicht in den Körper eindringen.

Der Garten sprudelt über vor Leben! In einer einzigen Hand voller Gartenerde befinden sich Abermillionen kleinster Lebewesen, die das Grünen und Blühen erst möglich machen. Sie sind jedoch nicht dafür gedacht, sich in unserem Körper zu befinden – dringen sie durch eine kleine Verletzung dennoch ein, dann kann es zu Entzündungen, und im schlimmsten Fall zu Tetanus, dem gefürchteten Wundstarrkrampf kommen.

Der Tetanus Erreger und seine Spätfolgen

Vielleicht bemerkt man die Verletzung nicht einmal, durch die das Bakterium in den Körper eindringt und sich dort vermehrt. Jede Wunde sollte ohnehin gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Wenn eine aufgefrischte Tetanus-Impfung vorliegt, dann hat der Körper wenig Schwierigkeiten, sich gegen einen möglichen Eindringling zu wehren. Ist die letzte Tetanus-Impfung jedoch mehr als zehn Jahre her, dann sollte man im Fall einer Verletzung im Garten – sei sie auch noch so klein – lieber einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für größere Verletzungen, die man besser nicht allein versorgt.

Tetanus verläuft in vielen Fällen tödlich, kann heute aber bei rechtzeitiger Diagnose und der Gabe hoch dosierter Antibiotika geheilt werden. Das Gefährliche an dem Bakterium sind seine Toxine, die er im Körper produziert. Sie lassen die Muskeln verkrampfen und wandern bis ins Gehirn. Dadurch kann es zu Spätfolgen kommen, wenn ein aktuter Sauerstoffmangel nicht rechtzeitig unterbunden werden konnte.

Dank einer Impfung unbesorgt im Garten arbeiten

Auch als Erwachsener sollte man seinen Impfstatus ohnehin regelmäßig überprüfen lassen. Mit einer Impfung gegen Tetanus hat man optimal vorgebeugt, falls man mit dem Erreger in Kontakt kommen sollte. Diese Impfung ist nur alle zehn Jahre nötig. Der Hausarzt berät Sie dazu.

Was sollte man tun, wenn man sich verletzt und nicht weiß, ob man geimpft ist?

Im Fall einer Verletzung und unklaren Symptomen sollten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Wenn Sie nicht sicher sind, ob und wann Sie zuletzt geimpft wurden, wird unter Umständen eine Grundimmunisierung durchgeführt. Besser ist es jedoch, man ist nur mit aktivem Impfschutz im Garten aktiv! Nach einer Verletzung kann eine Impfung zu spät kommen, die Behandlung ist dann viel aufwändiger. Vor allem bemerken Sie vielleicht anfangs nichts von der Infektion, die auch bei kleinsten Verletzungen auftreten kann. Ausführliche Informationen bietet das Robert Koch Institut.

Weiterhin gilt: Entstehende Wunden gut reinigen und desinfizieren, und bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen! So steht einer fröhlichen und vor allem gesunden Gartensaison nichts mehr im Weg.

Bleiben Sie gesund!

Das wünscht Ihnen Ihr Team von Butenas Holzbauten.