Insekten, Mäuse oder Maulwürfe – um Besucher im Garten kommen wir nicht herum. In der Natur des Gartens gehören Lebewesen aller Art fest dazu und erfordern so unsere Aufmerksamkeit. Der Fokus bemühter Gärtner und Gärtnerinnen liegt neben der Pflege von Nutzbeeten und Zierpflanzen ebenfalls auf einem achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt. Gartentierchen sollten dabei genauso von Interesse sein, wie unsere grünen Freunde, denn sie bescheren uns sowohl Freude als auch Sorge.

Als echte Tierfreunde liegen uns natürlich alle kleinen und großen Besucher unserer Gärten am Herzen. Wir legen viel Wert darauf, uns ausführlich zu informieren und Tiere nicht immer als Schädlinge, sondern auch als nützliche Gartenhelfer zu sehen. Damit Sie auch bestens informiert sind, verraten wir Ihnen heute, welche Tiere Sie bei der Gartenarbeit unterstützen und gleichzeitig ein umweltfreundliches Mittel gegen Schädlinge darstellen.

Für eine reiche Obsternte braucht es nützliche Insekten wie Hummeln

Lernen Sie nützliche Helferlein kennen, die Ihrem Garten zu Gute kommen:

Lernen Sie die Nutztiere des Gartens kennen und heißen Sie diese ab sofort gerne willkommen. Es gibt eine Vielzahl an Gartenbesuchern, die Ihnen einen großen Gefallen tun und Ihnen ganz viel Gartenarbeit abnehmen. Ein schöner Garten ist nicht nur Ihrer eigenen Mühe zu verdanken, sondern auch den unerwarteten Helfern aus dem Tierreich. Das Beste: Viele der typischen Gartenbesucher helfen aktiv dabei, Schädlinge zu bekämpfen.

Insekten, die wir nicht mehr missen möchten:

Hummeln, Bienen und Wespen sind bei uns immer gern gesehen Gäste. Wir freuen uns, wenn unser Garten unsere fliegenden Freunde anzieht, die wirklich Gold wert sind. Wespen sind in der Regel als riskante Besucher bekannt, bei denen besondere Vorsicht geboten ist. Jedoch sind Wespen nicht nur lästig, sondern auch praktisch, denn sie verspeisen gerne Blattläuse und andere Schädlinge. Zudem helfen auch Wespen bei der Bestäubung, an der natürlich auch unsere Bienen und Hummeln maßgeblich beteiligt sind.

Igel – unsere stacheligen, aber fleißigen Helfer:

Der putzige Winterschläfer ist in unserem Garten ganz besonders willkommen. Dies liegt vor allem an seinem gesunden Appetit, mit dem er sich Schnecken, Larven, Würmer und andere Schädlinge vorknöpft. Einen Igel in den Garten zu locken ist allerdings nicht immer ganz leicht: Die gefährdeten Tiere benötigen einen angemessenen Lebensraum, der ihr Überleben sichert.

Unser Tipp: Bieten Sie Igeln ein paar versteckte Stellen im Garten, an denen sie sich zurückziehen können. Abschreckend sind eingezäunte Gärten und die Nutzung von Chemikalien. Setzen Sie ganz auf natürliche Lebensräume, an denen sich Igel rundum wohlfühlen.

Der Maulwurf ist nützlich, aber nicht immer beliebt:

Unter Gartenfreunden ist er nicht immer gern gesehen, aber wir sind Fans des kleinen Nützlings. Er hilft dabei, die Erde des Gartens aufzulockern und frisst ebenfalls viele Schädlinge auf. Was für Fans ästhetischer Rasenlandschaften leider oft ein Problem darstellt: Der Maulwurf nimmt keine Rücksicht auf fein gestaltete Rasenflächen und hinterlässt dort den ein oder anderen Hügel.

Sie sind kein Fan des Maulwurfs, der kleine Nützling stattet Ihrem Garten dennoch einen Besuch ab? Hier ist Vorsicht geboten, denn Maulwürfe stehen unter Naturschutz. Dies bedeutet, dass Sie weder drastische noch gefährdende Maßnahmen zum Vertreiben des unerwünschten Besuchers durchführen dürfen. Setzen Sie stattdessen auf sanfte Alternativen, wie z. B. die Platzierung von Molke auf den Hügeln.

Vögel bereichern nicht nur unsere Geräuschkulisse:

Wer liebt kein fröhliches Vogelzwitschern im Garten? Für uns gehört es zum natürlichen Klang des Gartens dazu und wir lassen uns gerne von der guten Laune der gefiederten Freunde anstecken. Zudem sind Vögel im Garten auch sehr nützlich, denn sie helfen ebenfalls bei der natürlichen Beseitigung von Schädlingen. Wussten Sie schon, dass auf dem Speiseplan der Vögel das ein oder andere Insekt steht, das wir nicht so gerne in unserem Garten sehen? Praktischer geht es nicht.

Unser Tipp: Möchten Sie Vögel anlocken, lohnt es sich, ihnen einen besonderen Komfort anzubieten. In diesem Fall bedeutet das vor allem Trinkwasser, Futter und schützende Plätze. Gerade in den wärmeren Monaten benötigen Vögel ausreichend Wasser, das Sie ihnen ganz einfach durch eine leicht erreichbare Wasserstelle anbieten können. Stellen Sie zudem ein Futterhäuschen für die kälteren Monate, so machen es sich Vögel ebenfalls gerne bequem.

Achtung: Auch Vögel haben natürlich Feinde – zu denen z. B. auch Katzen zählen. Achten Sie darauf, dass Sie Trink- und Futterstellen sicher und außerhalb der Reichweite von Katzen und ähnlichen Gefahren anbringen.

Für nützliche Tiere im Garten ist vor allem der richtige Lebensraum entscheidend

Ob Igel, Vögel oder Insekten: Alle Nützlinge benötigen einen natürlichen und gesunden Lebensraum, in dem sie sich ansiedeln und hervorragend leben können. Generell raten wir Ihnen deshalb, dies bei der Gestaltung Ihres Gartens zu bedenken.

Nutzen Sie nur natürliche Pflanzenschutzmittel, halten Sie Chemikalien aus Ihrem Garten fern und achten Sie darauf, dass den Tieren ausreichend Nahrungsmöglichkeiten zur Auswahl stehen. Zudem empfehlen wir Ihnen, Gefahrenzonen für die Tiere zu vermeiden. Dazu zählen z. B. nicht abgesicherte Kellertüren, Treppen und ähnliches.