Unsere Gärten sollen nicht nur reich an gesundem Gemüse und leuchtenden Blumen, sondern auch frei von wilden Krautgewächsen sein. Ist Unkraut einmal da, sind die wilden Pflanzen kaum zu bändigen und das Entfernen der unerwünschten Pflänzchen kann ganz schön anstrengend sein.

Holen Sie schon mal die Gartenschuhe raus, denn heute bringen wir unsere Beete auf Vordermann: Manches wildes Kraut mag zwar nützlich sein, aber bestimmt nicht in unseren Zier- und Gemüsebeeten, denn es raubt unseren Schützlingen Licht, Wasser und andere wichtige Nährstoffe. Damit Sie sich in den kommenden Wochen auf schönere Dinge konzentrieren können, haben wir Ihnen unsere vier Geheimtipps mitgebracht, mit denen Sie Ihre Beete vorbeugend vor den Wildwüchsen schützen können. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie bereits gewachsenes Unkraut schnell und einfach entfernen können.

Unkraut wirkungsvoll eingrenzen – Das sind unsere vier besten Tipps:

  1. Vor dem Bepflanzen den Boden hacken

Bepflanzen Sie ein neues Beet, sollten Sie den Boden immer ganz besonders gründlich hacken. Wächst in dem Boden bereits Unkraut, zerstören Sie es schon, bevor Sie andere Pflanzen einsetzen. Generell empfehlen wir Ihnen, den Boden Ihrer Beete regelmäßig zu hacken, damit kein Unkraut mehr entstehen kann. Achten Sie dabei darauf, nur die Stellen zu hacken, an denen sich keine Ihrer Pflanzen befindet.

  1. Unkrautvlies auf dem Beet verlegen

Möchten Sie sich dem unerwünschten Unkraut noch effektiver in den Weg stellen, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines Unkrautvlieses. Sie legen das Unkrautvlies zur Vorbeugung von Wildkraut auf das jeweilige Beet und decken es gut ab. An den Stellen, an denen sich Ihre Pflanzen befinden, schneiden Sie das Vlies ausreichend ein. Die bedeckten Stellen werden jedoch sicher vor Unkraut geschützt.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie einzelne Vliesteile großzügig überlappen lassen, falls Sie mehrere Stücke Vlies verwenden. Mit Kiessteinen können Sie das Vlies optisch ansprechend befestigen und vor dem Verrutschen bei Wind und Wetter absichern.

  1. Mulch als oberste Deckschicht

Wir sind schon lange Fans von natürlichen Mulchen, das sich in vielerlei Hinsicht bewährt. Sie können Mulch nicht nur einsetzen, um die Fruchtbarkeit Ihres Bodens mit zusätzlichen Nährstoffen zu unterstützen und ihn vor dem Austrocknen zu bewahren, sondern auch, um Unkraut vorzubeugen. Qualitativ hochwertiger Mulch besteht aus zerkleinerter Baumrinde und weist keine untergemischten Kunststoffe auf.

Der richtige Zeitpunkt: Wir empfehlen Ihnen, im Frühjahr und im Herbst zu mulchen. Bedecken Sie Ihr Beet im Frühjahr mit einer eher dünneren Mulchschicht und legen Sie im Herbst ruhig eine etwas dickere Mulchschicht auf den Boden des Beetes.

Unser Tipp: Sparen Sie Geld und machen Sie Ihren Mulch einfach selbst. Stellen Sie Ihren Mulch z. B. aus getrocknetem Rasenschnitt, Holzabfällen und abgeschnittenen Zweigen her.

  1. Bodendecker pflanzen

Mögen Sie es wie wir gerne kreativ, verraten wir Ihnen noch ein besonders dekoratives Mittel gegen Unkraut. Haben Sie schon an Bodendecker gedacht? Die praktischen Pflanzen bilden eine Art dichten Teppich auf Ihrem Beet. Bepflanzen Sie die freien Stellen Ihres Beetes mit Bodendecker, nehmen dem lästigen Unkraut den verfügbaren Platz weg und verzieren gleichzeitig Ihr Beet.

Unser Tipp: Wählen Sie optisch passende Bodendecker aus, die sich perfekt in Ihre Gartengestaltung einfügen und so mit Sicherheit nicht an Unkrautbekämpfung erinnern.

Wenn es schon zu spät ist: So können Sie Unkraut schnell & einfach entfernen

Sind alle Vorbeugungsmaßnahmen zu spät und Sie haben bereits Unkraut im Beet entdeckt, sollten Sie jetzt schnell handeln. Bevor die Unkrautpflanzen anfangen zu blühen und sich noch mehr verbreiten, müssen Sie die Störenfriede mitsamt ihren Wurzeln entfernen. Zum Glück gibt es ein paar nützliche Tipps, die Ihnen die mühselige Arbeit erleichtern:

  • Nutzen Sie ein altbewährtes Hausmittel: Mit kochendem Wasser können Sie das Unkraut besonders leicht vernichten. Gießen Sie das Wasser einfach über die Pflanze, lassen Sie das Unkraut kurz trocknen und entfernen Sie daraufhin die Reste.
  • Besorgen Sie sich Werkzeug: Fugenkratzer, harte Borsten, Messer und andere Hilfsmittel machen Ihnen die lästige Arbeit leichter. Wir empfehlen Ihnen außerdem einen Pfahlwurzelstecher zu besorgen. Nutzen Sie den Wurzelstecher, um die Erde aufzulockern und die Pflanze komplett mit ihrer Wurzel zu entfernen.
  • Pflanzen Sie nützliches Unkraut einfach um: Haben Sie Unkraut entdeckt, das Sie zwar nicht im betroffenen Beet wünschen, Ihnen aber dennoch nützen könnte? Legen Sie sich ein extra Beet mit Wildkraut an. Nicht selten eignen sich die wilden Gewächse als wirkungsvolle Heilmittel oder als gesunde Zutaten zum Kochen. 
  • Verwenden Sie keine chemischen Hilfsmittel: Der Umwelt zur Liebe sollten Sie beim Unkraut entfernen immer auf natürliche und bewährte Methoden zurückgreifen, die anderen Pflanzen und Lebewesen nicht schaden. Neben chemischen Hilfsmitteln sollten Sie außerdem auf Essig und Salz verzichten, die früher oft zur Unkraut Entfernung eingesetzt wurden, aber laut Gesetz für diesen Zweck nicht zugelassen sind und sowohl Pflanzen und Boden stark belasten.