Die Gründe, über die Installation einer Solaranlage nachzudenken, sind vielfältig: Vielleicht sind Sie besonders umweltbewusst, stecken gerade mitten in der Planung für einen Neubau oder eine Sanierung oder ärgern sich über die steigenden Energiekosten, die Sie durch den Einsatz alternativer Energien abdämpfen wollen. Warum also nicht die Kraft der Sonne nutzen, die immerhin unsere ganze Welt am Leben hält? Die entscheidende Frage, bevor man sich zu Investitionen entschließt, ist natürlich: Lohnt sich eine Solaranlage für mich? Welche Änderungen gab es bei der Förderung, und welche Programme helfen, auf erneuerbare Energien umzusteigen?

Die Kraft der Sonne nutzen, das ist mit einer Solaranlage auch in Deutschland problemlos möglich. Überall! Fotos: 123rf.com

Die Kraft der Sonne nutzen, das ist mit einer Solaranlage auch in Deutschland problemlos möglich. Überall! Fotos: 123rf.com

Wer seine Solaranlage gut plant, spart am Ende nicht nur bei der Heizung

Solarenergie hat ein riesiges Potenzial – mit der Sonneneinstrahlung auf einem winzigen Bruchteil der Fläche der Sahara ließe sich beispielsweise der gesamte Energiebedarf von Europa decken. Die Kernfusionen, die auf der Oberfläche und im Inneren der Sonne ablaufen, erzeugen eine unerschöpfliche und grenzenlose Energie. Ohne Sonne gäbe es kein Leben – nicht nur die Pflanzen, auch wir Menschen brauchen sie dringend zum Wachsen und Gedeihen. Sie sorgt dafür, dass unser Körper Vitamine und Botenstoffe ausschüttet. Sie macht uns glücklich. Kurzum: Unser Stern, um den wir dauernd kreisen, ist durchaus in der Lage, uns umfassend mit Energie zu versorgen.

Noch dazu gehört Solarenergie zu den erneuerbaren Energien. Im Gegensatz zu Kohle oder Gas sind diese unbegrenzt verfügbar und können innerhalb eines überschaubaren Zeitraums wieder hergestellt werden.

Die Sonne verwickelt uns nicht in politische Probleme. Sie verlangt kein Geld für ihre Leistung, und sie wird noch einige Milliarden Jahre scheinen. Ihre Energie zu nutzen ist also der klügste und nachhaltigste Weg.

Nur: Welche Arten der Nutzung von Solarenergie gibt es? Wie lässt sich die Energie am besten nutzen, und mit welchen Kosten muss man bei der Nutzbarmachung von Sonnenenergie rechnen?

 

Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?

Solarthermie wandelt die einfallende Sonnenstrahlung in nutzbare thermische Energie um. Dafür werden beispielsweise Sonnen-Kollektoren eingesetzt. Die passive Nutzung erfolgt durch Dachfenster und Glasfassaden, die ein Eindringen der Sonnenstrahlung und Erwärmung ermöglichen. Die aktive Nutzung erfolgt zum Beispiel über großflächige Kollektoren. Hier wird die Wärme gesammelt und weiter verwendet. Die Nutzung ist umso effizienter, umso weniger Wärme durch Strahlung, Leitung oder Wärmeübertragung verloren geht.

Wann kommt Solarthermie zum Einsatz? Im privaten Bereich wird sie oft genutzt, um Wasser zu erhitzen oder Räume zu erwärmen. Auch in der Industrie wird sie genutzt: Hier wird sie meist in chemische Energie, elektrische Energie oder mechanische Energie umgewandelt.

Eine Photovoltaikanlage hingegen wandelt die einfallende Sonnenenergie direkt in elektrische Energie um. Hierfür kommen Solarzellen zum Einsatz. Das Licht fällt ein, wird absorbiert und erzeugt elektrische Spannung, die durch den Anschluss eines Verbrauchers direkt als Strom genutzt werden kann. Einzelne Solarzellen sind nicht leistungsfähig genug, darum werden sie im Verbund genutzt. Dabei müssen sie mit einer Schutzschicht überzogen werden, denn sie sind recht empfindlich.

Für die Nutzung der Sonne durch Photovoltaik gibt es staatliche Förderungen. Module können aus verschiedenen Solarzellen bestehen, die alle einen unterschiedlichen Wirkungsgrad haben:

  • amorphe Solarzellen (Wirkungsgrad 5-6%)
  • multikristalline Solarzellen (Wirkungsgrad 14%)
  • monokristalline Solarzellen (Wirkungsgrad 17%)
  • und, relativ neu, die Hybrid-Kollektoren, die Photovoltaik und die Wassererwärmung durch Sonnenkollektoren verbinden

Ist mein Dach überhaupt für eine Solaranlage geeignet?

Viele Hausbesitzer sind skeptisch, ob die Sonnenkraft hier in Deutschland überhaupt ausreichend ist. Da können wir Sie beruhigen: Auch bei uns in Deutschland scheint die Sonne oft, lange und intensiv genug, um die Solarenergie effizient nutzen zu können. Und auch die meisten Dächer sind ohnehin für Solaranlagen geeignet: Eine reine Südausrichtung des Daches ist natürlich optimal, aber selbst eine Ausrichtung nach Süd-Ost beziehungsweise Süd-West ist ausreichend. Mit einer Neigung von 20 bis 50 Grad (idealerweise 30 Grad) ist Ihr Dach perfekt gerüstet, um für die Stromerzeugung durch die Sonne genutzt werden zu können.

Eine Bedingung gibt es allerdings noch: Das Dach darf nicht durch Bäume oder andere Häuser verschattet werden! Auch der Schatten von Antennen oder Kaminen, oder das herbstliche Laub von Bäumen verhindern eine effiziente Nutzung der Solarzellen.

 

Was ist mit meiner Solaranlage an Tagen, an denen die Sonne nicht scheint?

Diese Frage stellen sich natürlich viele an Sonnenenergie Interessierte, denn sie befürchten, dass sich die Investition in die Solarthermie oder Photovoltaikanlage bei häufig schlechtem Wetter nicht amortisiert. Hier muss man sich jedoch nicht allzu viele Sorgen machen. Auch ein grauer Himmel lässt jede Menge diffuses Licht durch, das gerade von den modernen Solarzellen noch sehr gut verwertet werden kann.

Es ist sogar so, dass an eher grauen und vielleicht verregneten Herbsttagen die Effizienz einer Solaranlage höher sein kann als an einem Tag mit strahlendem Sonnenschein. Große Hitze verringert nämlich die Leistung der Solarmodule.

Sie machen sich Sorgen, dass Sie kalt duschen müssen, weil Ihre Solarwärme-Anlage im Frühling oder Herbst teilweise nicht direkt von der Sonne bestrahlt wird? Das wird nicht passieren, denn Ihr erwärmtes Wasser wird in einem Solarspeicher gesammelt, der mehr als doppelt so viel Wasser sammelt, wie eine durchschnittliche Familie verbraucht. Und wenn das Wetter wirklich einmal auf Dauer schlecht ist, dann schaltet sich automatisch die Zentralheizung zu. So haben Sie beides: Nachhaltige Erzeugung von Energie, und die Sicherheit der konventionellen Methoden.

 

Module und Sonnenkollektoren: Was ist der Unterschied?

Als Module werden die zusammengeschalteten Solarzellen bezeichnet, die erst gemeinsam wirklich leistungsfähig sind. Sie verwandeln die einfallende Sonnenenergie direkt in Strom. Kollektoren hingegen wandeln die Kraft der Sonne in Wärme um. So wird Wasser direkt erhitzt, das dann entweder für den täglichen Gebrauch in Küche und Badezimmer zur Verfügung steht, oder in die Heizkörper eingespeist wird und damit für ein warmes Haus sorgt.

Während die Kollektoren der Photovoltaikanlage also dafür sorgen, dass es in den eigenen vier Wänden warm ist, wird die durch die Module der Solaranlage erzeugte Stromenergie meist in das öffentliche Netz eingespeist. Dafür bilden mehrere Module zusammen einen Solargenerator, der Gleichstrom erzeugt, welcher dann in Wechselstrom umgewandelt wird. Die eingespeisten Kilowattstunden werden vom örtlichen Energieversorger gutgeschrieben.

 

Wann lohnt sich die Solaranlage denn nun?

Für die Umwelt lohnt sich Solarstrom natürlich immer, darum sollten wir diesen Bereich unbedingt ausbauen – jeder Einzelne von uns kann hier seinen Teil beitragen!

Tatsächlich kann man aber beim Betrieb einer Photovoltaikanlage auch mit einer ordentlichen Rendite rechnen, zumindest, wenn man dies mit anderen Ablagemöglichkeiten vergleicht. Plant man dann die aktuellen Förderungen noch ein, gibt es kaum noch Bedenken, auf eine Solaranlage umzurüsten. Doch der Reihe nach:

Änderungen bei den Einspeisevergütungen:

Leider ist es so, dass seit einigen Jahren die Vergütungen für die Einspeisung von mittels einer Photovoltaikanlage selbst erzeugtem Strom in das öffentliche Netz immer geringer werden. Die genauen Werte für das laufende Quartal lassen sich hier bei der Bundesnetzagentur einsehen:
Daten­meldungen und EEG-Ver­gü­tungs­sät­ze für Pho­to­vol­taik­an­la­gen

Durch das EEG waren die Fördersätze von Beginn an auf 20 Jahre festgeschrieben. Dies provozierte eine Menge Kritik, da es eine Belastung des Steuerzahlers mit sich brachte. Um dies auszugleichen sinken seit einigen Jahren die Einspeisevergütungen, und zwar schrittweise im Rahmen einer flexiblen Deckelung. Wie sich die Lage bei diesen Vergütungen entwickeln wird, ist noch nicht abzusehen – je mehr förderfähige Anlagen installiert werden, umso mehr wird die Einspeisevergütung sinken. Noch lohnt es sich jedoch auch finanziell, in eine Solaranlage zu investieren! Dies gilt vor allem dann, wenn man den erzeugten Strom auch selbst nutzt.

Was die möglichen Renditen einer Solaranlage betrifft, ist dieser Artikel in der faz erhellend: Rendite mit Solarstrom. Hier wird ausführlich dargelegt, dass die Investition in eine Solaranlage, genauer in eine Photovoltaikanlage gerade im Vergleich zu anderen Anlageoptionen eine lohnenswerte Rendite bringen kann. Das gilt immer dann, wenn es Ischl um eine Kleinanlage unter zehn Kilowatt handelt, und man 20 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst nutzt. Das spart den teuren Einkauf von Strom bei einem anderen Versorger, und gleicht die gesunkenen Einspeisevergütungen wieder aus. Zudem ist es so, dass die Preise für Solaranlagen & Co in den letzten Jahren so gesunken sind, dass dadurch ebenfalls ein Ausgleich der Deckelung der Einspeisevergütungen zustande kommt.

Machen Sie sich die Kraft der Sonne zunutze und investieren Sie in die Zukunft.

Machen Sie sich die Kraft der Sonne zunutze und investieren Sie in die Zukunft.

Eine fachgerechte Beratung ist der erste Schritt zur Wahl der perfekten Solaranlage, die sich auch finanziell rentiert. Hierbei sollte man sich nicht auf Schätzungen verlassen, sondern einen Spezialisten vor Ort aufsuchen. Meist wird das ein Fachbetrieb in der Nähe sein, der später auch den Einbau vornimmt. Vor den konkreten Planungen steht natürlich die In-Augenscheinnahme, Auswertung und Beratung. Sie erfahren , welche Möglichkeiten für Sie in Frage kommen. Ein solcher Experte hat auch das nötige Wissen über mögliche Förderungen – zum Beispiel regionale Programme, private Anbieter oder das aktuelle Programm der KfW-Bank:

 

Die KfW Bank fördert Photovoltaikanlagen ab 2016 mit einem neuen Programm

Die KfW Bank ermöglicht es durch ihre günstigen Kredite jedem, in eine Photovoltaik Solaranlage zu investieren. Extra für diesen Zweck wurde ein neues Programm ins Leben gerufen: Erneuerbare Energien Standard – Photovoltaik mit der Programmnummer 274. Dieser Kredit ermöglicht es, eine Photovoltaikanlage komplett zu finanzieren, und zwar zu extrem günstigen Konditionen.

Die KfW als Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet diese günstigen Darlehen für Solaranlagen sowohl privaten als auch gewerbliche Investoren an. Ein Eigenkapital ist dabei nicht erforderlich.

Die Förderung aus dem Programm 274 kann auch mit anderen Förderungen kombiniert werden. Das können sein: Regionale Zuschüsse und Förderungen anderer Anbieter. Lediglich die Kombination mit anderen KfW Förderdarlehen ist eingeschränkt. Bei Neubauten kann dieses Förderprogramm jedoch mit dem Programm Energieeffizient Bauen verbunden werden. Dieses hat die Nummer 153.

Diesen Kredit von der KfW Bank können Sie beantragen, ganz gleich, ob Sie eine Photovoltaikanlage auf einem Gebäude oder auf einer Freifläche aufbauen wollen.

 

Die Vorteile und Nachteile eines KfW Kredits für Solaranlagen

Die KfW Bank hat überragend niedrige Zinsen, die eine Finanzierung wirklich erheblich erleichtern. Der effektive Jahreszins von ab 1,21 Prozent ist quasi unschlagbar. Über Sicherheiten muss man dennoch mit der Hausbank sprechen, denn der dortige Berater übernimmt die Vorgespräche, Bewertung des Vorhabens, Überprüfung der Sicherheiten und gibt schlussendlich bei einer positiven Bewertung den Antrag an die KfW Bank weiter, die ihn ihrerseits prüft. Stimmt auch sie zu, erfolgt die restliche Abwicklung wie Auszahlung Rückzahlung ebenfalls über die Hausbank.

Die Zinsen sind bei der KfW Bank auf lange Sicht und auf niedrigem Niveau gebunden. Hier schlägt sie die anderen Banken um Längen, die sich eine langfristige Zinsbindung meist teuer bezahlen lassen. Zudem besteht bei der KfW die Möglichkeit, mit einer tilgungsfreien Zeit zu beginnen. Das ist vor allem deshalb sinnvoll, da gerade ältere Dächer manchmal die eine oder andere Überraschung bereithalten.

Aber auch die schönste Rose hat Dornen: Im Fall der KfW Bank heißt das, dass keine Sondertilgungen möglich sind. Die Kosten für eine Photovoltaikanlage (und bei Programm 274 nur für diese) werden in der Regel nur bis zu einer Höhe von  50.000 Euro übernommen. Das dürfte für die meisten Privathaushalte jedoch ausreichen.

 

Welche weiteren Kredite für eine Solaranlage gibt es?

Einen Solarkredit bieten auch andere Banken an. Durch das seit diesem Jahr geltende geltende EEG (Erneuerbare Energien Gesetz 2016) haben die Banken mehr Sicherheit gewonnen, denn sie haben durch den garantierten Einspeisespreis eine Refinanzierungsgarantie. Dieser muss dann häufig als Sicherheit an die Banken abgetreten werden. Bei Darlehen über 50.000 Euro sind allerdings weitere Sicherheiten fällig. Hier eine unvollständige Liste von Banken mit speziellen Solarkrediten:

  • Die SWK Bank bietet die Finanzierung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher zu Sonderkonditionen. Die Online- Bearbeitung erfolgt sehr zügig.
  • Die Umwelt Bank finanziert bereits seit 1997 Solaranlagen, und kann demzufolge als Spezialist auf diesem Gebiet bezeichnet werden. Diese Bank bietet Darlehen ab 100.00 an. Der effektive Jahreszins variiert je nach Lage des Hauses (Sonneneinstrahlung).
  • Der ING DiBa Wohnkredit kann natürlich auch für den Bau einer Solaranlage genutzt werden. Das Schöne sind hier die Möglichkeiten der Sondertilgung und vollständigen Rückzahlung – in Zeiten erhöhter Flexibilität ein echtes Plus!
  • Auch die Targobank bietet einen Wohnkredit, der mit ähnlichen Zinssätzen und Bedingungen wie das Darlehen der ING Diba daherkommt.

 

Unser Fazit zur Nutzung von Solarenergie

Natürlich liegt uns die Umwelt am Herzen, darum führt kein Weg an erneuerbaren Energien vorbei. Gas, Öl und Kohle sind begrenzt, die Kraft der Sonne wird es niemals sein! Mit ein wenig Planung und einer klugen Organisation, bzw. einer fachkompetenten Beratung, kann (beinahe) jeder über eine Solaranlage die Sonnenenergie für sich nutzen und sogar noch bares Geld dabei sparen. Gewusst wie!

Dazu möchten wir Sie inspirieren!

Herzlich, Ihr Team von Butenas Holzbauten.