Die Themen Einbruchschutz und Hausabsicherung werden immer wichtiger, denn der durchschnittliche Bürger hat heute größere Werte im Haus, als es früher noch der Fall war, und will sich allein aus diesem Grund besser schützen. Nicht nur elektronische Geräte und Hobby-Artikel wie Video- und Fotokameras, auch Smartphones und Tablets, Uhren und Schmuck wollen vor Diebstahl bewahrt werden. Ein Einbruch lohnt sich heute für den Dieb in der Regel mehr, denn alle diese Geräte haben einen hohen Wiederverkaufswert. Der Wettlauf zwischen Einbruchsschutz und Einbrechern dauert an.

Sich in den eigenen vier Wänden sicher zu fühlen, ist immer von großer Bedeutung. Schützen Sie sich! Fotos: 123rf.com

Sich in den eigenen vier Wänden sicher zu fühlen, ist immer von großer Bedeutung. Schützen Sie sich mit einbruchsicheren Türen und Fenstern! Fotos: 123rf.com

Der erste Schritt zu mehr Sicherheit ist, sich der Gefahren bewusst zu werden. Natürlich soll man nicht in Angst leben, aber ein angemessener Schutz ist nie verkehrt. Lehnen Sie sich also zurück und lassen Sie uns eine kleine Reise durch Ihr Haus machen, bei der wir seine Schwachstellen unter die Lupe nehmen werden. So wird leichter für Sie, Ihr Haus gegen ungewünschten Zugriff abzusichern.

Einbruchschutz für Ihr Haus – sichern Sie sich gegen Einbrecher

Die Zahl der Einbrüche steigt seit Jahren kontinuierlich, wobei die Täter immer mehr aufrüsten, während die meisten Bürger sich mit veralteter Sicherheitstechnik zufrieden geben müssen. Die Schwachstellen an Häusern und Wohnungen sind dabei stets dieselben, nämlich Türen und Fenster. So berichtet die Gesellschaft der Deutschen Versicherer in ihrem Einbruch-Report 2015, und fordert eine Verschärfung der Bauvorschriften.

Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte aller von einem Einbruch betroffenen Personen nach diesem Ereignis neue Sicherheitstechnik verwendet. Lassen Sie es nicht so weit kommen und schützen Sie sich schon vorher. Nicht nur die materiellen Schäden können immens sein, auch die seelische Belastung nach einem Einbruch kann das Leben über längere Sicht negativ beeinflussen.

Schutz vor Einbrechern konkret – Was sind die Schwachstellen Ihres Hauses?

Haustür, Keller-, Balkon- und Terrassentür

Wenn Sie wirklich auf Nummer sicher gehen wollen, dann bauen Sie einbruchhemmende Türen ein. Die Entscheidung dafür bietet sich natürlich am ehesten an, wenn Sie gerade neu bauen oder eine Sanierung planen. Solche Türen gibt es in sechs Widerstandsklassen, wobei Sie mindestens Klasse drei wählen sollten.

Türschloß

Der nächste Punkt ist das Schloss, dem meist zuwenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Empfehlenswert ist ein Einsteck- oder Zylinderschloss, das mit einer Mehrpunktverriegelung versehen sein sollte. Wer genormte Schlösser mit geprüftem Einbruchschutz verwendet, kann sich recht sicher sein. Auch ein Querriegel sorgt für zusätzliche Sicherheit. Wird er so angebracht, dass er von außen sichtbar ist, dient er als wirksame Abschreckung.

Fenster

Die Fenster sollten Sie immer geschlossen halten, wenn Sie nicht da sind. Auch die Kippstellung ist nicht sicher. Die Hälfte aller Einbrüche wird über die Terrassen- bzw. Balkontüren ausgeübt. Fensterschlösser geben hier einen zusätzlichen Schutz vor Gelegenheitsdieben und sind auch aus versicherungstechnischen Gründen empfehlenswert. Professionelle Einbrecher können sie jedoch leicht aufheben. Wenn Sie also höhere werte in Ihren vier Wänden lagern, sind einbruchsichere Rollläden die bessere Wahl. Damit können Sie sich wirklich sicher fühlen.

Auch durch Kellerfenster wird gern eingestiegen. Mit stabilen Gitterstäben wird ein Eindringen hier jedoch unmöglich gemacht. Ähnliches gilt für die Garage, die durch ihre Verbindungsstück zum Haus gern als Einstieg genutzt wird. Vergessen Sie auch diese Schwachstelle bei Ihren Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit nicht.

Bevor es zum Einbruch kommt: Sicherheit durch Prävention

Vorsicht ist besser als Nachsicht! Treffen Sie alle möglichen Vorkehrungen, um Einbrecher von vornherein abzuschrecken. Dieses sind immer auf der Suche nach leichten Opfern, und wenn das Knacken Ihres Schlosses oder Aufheben des Fensters mehr als ein paar Sekunden dauert, geben Sie meist schnell wieder auf. Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Zeigen Sie außen am Haus deutlich, dass Sie gerüstet sind. Beleuchtungen für alle dunklen Ecken am Haus und auf dem Grundstück, deutliche Sicherheitsvorkehrungen durch Absperrungen und sichtbare Alarmanlagen (dazu später mehr) wirken auf Einbrecher wenig einladend.
  • Schließen Sie immer die Türen und Fenster, wenn Sie nicht daheim sind. Schließen Sie ab, auch wenn Sie nur kurz zum Einkaufen gehen.
  • Verstecken Sie den Schlüssel nicht am Haus. Sie können davon ausgehen, dass professionelle Diebe wirklich alle Verstecke kennen.
  • Wenn Sie für längere Zeit das Haus verlassen, vermeiden Sie jeden sichtbaren Hinweis auf diesen Umstand. Dazu zählt nicht nur, dass Sie in sozialen Netzwerken keine Posts darüber absetzen. Ein großer Briefkasten birgt zuverlässig auch eine größere Menge Post. Weder der Anrufbeantworter noch angebrachte Zettel sollten einen eindeutigen Hinweis auf Ihre Abwesenheit liefern. Das gilt auch für tagsüber geschlossene Rollläden. Machen Sie hier lieber mit den Nachbarn gemeinsame Sache und verbünden Sie sich. Eine Hand wäscht die andere – und wenn einer im Urlaub ist, passt der andere auf, und hat auch ansonsten einen Blick auf Grundstück und Haus. Apropos Blick: Ein „künstliches Auge“ (Alarmanlage) zählt immer noch zu den wirksamsten Schutzmöglichkeiten gegen Einbrecher.

 

Mit einer Alarmanlage das Haus sichern – das hat positive Nebeneffekte

Viel mehr als nur Abschreckung von Einbrechern – eine moderne Alarmanlage macht Ihr Haus "smart".

Viel mehr als nur Abschreckung von Einbrechern – eine moderne Alarmanlage macht Ihr Haus „smart“.

Moderne Alarmanlagen sind wahre Tausendsassas, helfen Ihnen Ihr Haus sichern und machen es auf Wunsch auch zu einem „Smart Home“. Dank kabelloser Ausführungen, Internet-Anbindung und GSM-Modulen lassen sich die Komponenten einer Alarmanlage überall an und im Haus anbringen und von überall auf der Welt steuern. Diese Anlagen machen nicht nur Film- und Fotoaufnahmen, sie registrieren sofort,wen irgendwo ein Fenster oder eine Tür geöffnet wird, und geben ein Signal. Intelligente Systeme erkennen Familienmitglieder und Freunde, deren Gesichter man vorher eingespeichert hat. So wird die Zahl der falschen Alarme deutlich reduziert. Rollläden lassen sich automatisiert oder auch manuell öffnen oder schließen, ohne dass man auch nur in der Nähe seines Hauses sein muss. Sie bieten noch viele weitere Funktionen, die sich je nach Modell unterscheiden, zum Beispiel lassen sich mit ihnen die Bewässerungsanlagen des Gartens steuern.

Wenn Sie die Anschaffung einer Alarmanlage planen, dann lassen Sie sich umfassend beraten und finden Sie so das perfekte Modell für Ihre Bedürfnisse. Die Installation lässt sich meist leicht zuhause durchführen, und zeitgemäße Anbieter stehen bei Fragen per Video-Chat oder am Telefon zur Verfügung. Wer allerdings wenig Talent für den Einbau hat oder sich die notwendige elektronische Fachkenntnis nicht anlesen kann oder will, ist gut beraten, wenn er die Alarmanlage von einem Fachmann installieren lässt, um das Haus sichern zu können. Zu diesem Schluss kommt auch Stiftung Warentest beim Test entsprechender Anlagen.

Das Wichtigste ist jedoch, dass Sie sich der Gefahren durch Einbrecher bewusst werden. Die Augen zu verschließen nützt nichts. Sichern Sie sich und Ihr Haus ab, und verwahren Sie Ihre Wertgegenstände sicher in einem Bankschließfach oder einem Tresor auf.