Hochbeete liegen voll im Trend, denn sie überzeugen mit vielen Vorteilen. Sie erlauben das rückenschonende Gärtnern, das Gemüse gedeiht dank vieler Nährstoffe und einer höheren Bodenwärme ideal, und sie lassen sich leicht vor dem Befall mit Schnecken schützen. Die Erträge aus dem Hochbeet sind bis zu dreimal höher, im Frühling kann man 4-6 Wochen früher ernten, und die Herbsternte kann ebenfalls einige Wochen länger erfolgen. Auf diese Weise lassen sich selbst auf den ungünstigsten Böden beste Erträge erzielen. Mit Hochbeeten kann man eine natürlich wirkende und gleichzeitig praktische Umrandung eines bestimmten Teils des Gartens erschaffen. Und: Ein Hochbeet hat Platz auf dem kleinsten Fleckchen, sogar auf dem Balkon. Sind Sie schon ein wenig verliebt in die Idee? Dann können Sie sich freuen: Ein Hochbeet selber bauen ist leicht, und der Herbst ist dafür ein idealer Zeitpunkt. Wir erklären, wie es funktioniert.

Auch im Herbst wird es im Garten nicht langweilig – jetzt ist die ideale Zeit, um ein Hochbeet anzulegen. Fotos: 123rf.com

Auch im Herbst wird es im Garten nicht langweilig – jetzt ist die ideale Zeit, um ein Hochbeet anzulegen. Fotos: 123rf.com

Ein Hochbeet bauen: Was brauche ich dafür?

Die meisten Gärtner nutzen zum Hochbeet bauen Holz, und zwar witterungsbeständige, behandelte Holzsorten.  Eiche, Lärche und Douglasie sind sehr gut geeignet, auch tropische Hölzer, die natürlich aus zertifiziertem Anbau stammen sollten.  Preiswerte Fichten- oder Tannenhölzer können durch eine Kesseldruckimprägnierung ebenfalls für diesen Zweck nutzbar gemacht werden.  Im Fachhandel sind viele Bausätze zu finden, mit denen Hochbeete auch aus Metall oder Kunststoff gebaut werden können. Zusätzlich gibt es auch Frühbeet-Aufsätze.

Außerdem wird feiner Maschendraht in der Größe des Beetes benötigt, mit dem Nager vom Eindringen ferngehalten werden, Folie zum Auskleiden des Hochbeetes, um das Holz zu schützen, und Gehölzschnitt, Kompost und Humus.

Der Aufbau eines Hochbeetes

  • Die geplanten Maße des Beetes werden auf den gewünschten Stellplatz übertragen. Mit gespannten Schnüren lässt sich das leicht verwirklichen.
  • Der Boden wird innerhalb dieser Fläche bis ca. 25cm abgetragen. Der Untergrund wird zusätzlich gelockert.
  • Nun wird die Umrandung des Beetes gebaut, oder der fertige Bausatz aufgestellt. Hat man keinen fertigen Satz, versenkt man erst die Eckpfosten im Boden, an denen man dann von außen die Blockbohlen anschraubt. Achten Sie auf Stabilität und fügen Sie nach Belieben außen noch eine Wandverkleidung hinzu. Diese dient nicht nur der Verzierung, sondern verleiht zusätzlich Stabilität. Dafür können jedoch auch weitere senkrechte Außenstreben angebracht werden.
  • Der Boden wird nun mit dem Maschendraht ausgekleidet. Das hält Wühlmäuse und andere unerwünschte Besucher fern, die sonst die Wurzeln anknabbern oder sich gleich an der ganzen Ernte gütlich tun.
  • Die Seitenwände (nicht der Boden) werden mit Kunstofffolie ausgekleidet. Dadurch wird das Holz geschützt und die Feuchtigkeit wird im Beet gehalten und dieses dadurch vor Austrocknung geschützt.
  • Jetzt folgt das Geheimnis der Hochbeete, der innere Aufbau, der aus mehreren Schichten besteht. Jede dieser Schichten sollte ca. 25-30cm dick sein:

Die Schichten im Hochbeet

  1. Die unterste Schicht besteht aus grobem Gehölzschnitt, den man noch etwas verfestigen kann. Alternativ kann auch Kies zum Einsatz kommen. Dies ist der optimale, feste Untergrund für das Beet, der zusätzlich mit Hornspänen oder Kalkstickstoff angereichert werden kann, welche die Zersetzung ankurbeln.
  2. Die nächste Schicht besteht aus allem, was beim Schneiden im Garten anfällt: Rückschnitt von Stauden, Grassoden und feiner Gehölzschnitt.
  3. Als nächstes folgt eine Schicht halbfertige Kompost, oder halb verrotteter Stallmist.
  4. Die oberste Schicht sollte ebenfalls mindestens 25cm dick sein und besteht aus Humus oder Gartenerde.
  5. Jetzt können Sie mit der Bepflanzung beginnen.

 

Was kann im Herbst in das Hochbeet gepflanzt werden?

  • Säen Sie Feldsalat für die Winterernte, achten Sie jedoch auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte während der Keimzeit.
  • Pflücksalat, Schnittsalat, Radieschen und Salatrauke können im September ins Hochbeet und versprechen noch in diesem Jahr eine gesunde Ernte.
  • Knoblauch pflanzen Sie im Oktober aus.
  • Gartenkresse wächst das ganze Jahr.

Mit einem Folientunnel oder Vlies schützen Sie die Pflanzen im Hochbeet vor Frost. Wo Sie das Beet abgeerntet haben, schieben Sie die Erde zur Seite und füllen Sie neuen Kompost und Grünschnitt ein. So haben Sie dauerhaft ausreichend Material für die Verrottung.

Viel Spaß beim Hochbeet bauen und bepflanzen wünscht Ihnen Ihr Butenas-Team.