Lesen Sie heute unsere Gartentipps für den Juni: Schöne Pflanzen für den Rest des Sommers

Der Juni begeistert uns mit seiner üppigen Pflanzenpracht. Das zarte Maigrün wird dunkler und saftiger, unsere liebsten Stauden beginnen zu blühen. Das regelmäßige Gießen ist jetzt besonders wichtig, denn einige Tage bescheren uns schon hochsommerliche Temperaturen. Nun dürfen auch die letzten Jungpflanzen ins Freie, denn die Nächte mit Frostgefahr sind nun sicher vorüber. Gleichzeitig tragen diese Tage auch schon die Vorfreude auf ein wichtiges Ereignis im Jahreskreis in sich: Die Sommersonnenwende, der altbewährter Feiertag. Was gibt es im Garten im Juni alles zu tun?

Schädlinge bekämpfen, Gemüse pflanzen, Ernten und Schneiden

Beginnen wir mit den schönen Dinge: Der Garten im Juni hält schon vieles zur Ernte bereit – die viele Arbeit im Frühjahr hat sich gelohnt. Ernten Sie jetzt:

Die süße und pralle Vitaminbombe: Kirschen

Zuerst sind die Süßkirschen reif, später folgen die die sauren Sorten. Die sogenannten Kirschwochen erstrecken sich über einen Zeitraum von sieben Wochen und beginnen Ende Mai. Für manche in unserer Familie ist dies die schönste Zeit! Nach der Ernte bekommen die Obstgehölze einen Schnitt. Unterstützen Sie die Bäume in der warmen Jahreszeit mit reichlich Dünger und viel Wasser.

Der Garten im Juni heißt auch: Kirschernte! Mit kleinen und großen Helfern geht es natürlich am schnellsten. Foto: 123rf.com

Der Garten im Juni heißt auch: Kirschernte! Mit kleinen und großen Helfern geht es natürlich am schnellsten. Foto: 123rf.com

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln

Die ersten frühen Kartoffeln können Sie ernten, wenn das Kraut verblüht ist. Gleichzeitig können Sie späte Sorten ausbringen. Allerdings stecken Sie die Kartoffeln dort, wo zuvor nicht schon Kartoffeln waren. Durch Wechsel in der Fruchtfolge bewahren Sie die Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten. Diese sind meist nur auf eine Pflanzensorte spezialisiert. Die späten Kartoffeln können Sie dort stecken, wo Sie ein anderes Gemüse geerntet haben.

Leckeres Gemüse

Auch verschiedene Kohl- und Gemüsesorten sind jetzt für die Ernte bereit. Kohl ist sicher nicht jedermanns Geschmack und wird besonders von den jüngeren Familienmitgliedern eher mit Skepsis betrachtet. Werden diese allerdings in die Ernte mit einbezogen und dürfen auch mal ein Rezept aussuchen, kann Kohl auf einmal Spaß machen! Blumenkohl, Rotkohl, Spitzkohl und Weißkohl wollen jetzt aus dem Beet geholt werden. Auch die Rote Beete ist bereit zur Verarbeitung.

Ernten Sie Ihren Salat, den Spinat und den Mangold! Frischer Spinat ist auch ideal als Grundlage von Green Smoothies geeignet. Zerkleinern Sie die Zutaten für das grübe Trinkobst sehr gründlich, am besten mit einem Hochleistungsmixer. So kann der Körper die Nährstoffe am besten verwerten.

Paprika

Paprika aus dem Gewächshaus ist im Juni ernetereif.

Säen und Pflanzen – die letzte Gelegenheit vor dem Hochsommer

Das Faszinierende am Garten im Juni ist gerade, dass gleichzeitig geerntet und gesät/gepflanzt werden kann. In diesem Monat haben Sie eine gute Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen. Bringen Sie Folgendes aus:

Ein Kräuterbeet anlegen

Tatsächlich können Sie problemlos jetzt noch ein Kräuterbeet anlegen. Die Zeit für Samen ist in vielen Fällen schon vorüber, Basilikum, Petersilie, Bohnenkraut und Majoran können Sie aber noch aussäen. Ansonsten greifen Sie auf vorgezogene Pflanzen zurück, die Sie in Ihr Kräuterbeet oder in Ihre Kräuterspirale pflanzen. Am besten wählen Sie gesunde und kräftige Pflanzen aus dem Fachhandel und meiden die Exemplare aus dem Discounter, die meist eine wenig zufrieden stellende Qualität haben.

Zuccini und Kürbisse, Wassermelonen und Gurken und natürlich Bohnen können Sie jetzt noch stecken.

Kohl, Salat und Möhren werden ausgepflanzt. Auch Gurken und Auberginen dürfen jetzt ins Freie gepflanzt werden – die Gefahr der Nachtfröste ist vorbei.

Bekämpfen Sie Schädlinge, bevor sie im Garten im Juni überhandnehmen

Die Möhrenfliege können Sie mit einem Netz über der Saat erfolgreich von Ihren Möhren fern halten.

Auch gegen Schnecken müssen Sie sich jetzt wehren. Es gibt viele Methoden, und die meisten sind wenig hilfreich.

Der Tigerschnegel hält den Garten im Juni schneckenfrei.

Der Tigerschnegel hält den Garten im Juni schneckenfrei.

Wer Glück und einen Tigerschnegel im Garten hat, muss sich wegen der anderen Schnecken keine Gedanken mehr machen. Der große Nützling frisst die Brut der lästigen Schnecken. Neben Kaffee, Bierfallen und trockenen Bereichen können Sie auch ein kleines Beet speziell für Schnecken anlegen. Dann lassen sie die anderen Beete in Ruhe.

Gallmilben, Buchsbaumzünsler, Blattwanzen, Weiße Fliege – die Liste der Schädlinge ist lang, die Sie im Garten im Juni in Atem halten. Wichtig ist, dass Sie die Blätter Ihrer Pflanzen regelmäßig untersuchen und dabei auch die Unterseiten nicht vergessen. Seien Sie sozusagen auf „alles vorbereitet“, und gehen Sie dann mit Brennesseljauche oder speziellen Mitteln gegen die Schädlinge vor. Am besten ist es allerdings, Sie lassen sich auch in diesen Fällen von anderen kleinen Helfern unterstützen. Marienkäfer, Bienen und Igel nehmen Ihnen die lästige Arbeit ab und vertilgen massenweise kleine Schädlinge. Bereiten Sie diesen Nützlingen einen herzlichen Empfang in Ihrem Garten, indem Sie Unterschlupfmöglichkeiten für Igel, ein Insektenhotel und Blühpflanzen für die Bienen bereithalten. Auch heimische Vögel, die Sie mit einer Futterstelle und einem Vogelbad in Ihren Garten locken können, werden Sie von Schädlingen befreien.

Wir wünschen Ihnen viel Freude im Garten im Juni!